Die numerische Modellierung dient als digitales Abbild des Wasserkreislaufs. Sie ermöglicht es, das verfügbare Wasserdargebot präzise zu quantifizieren und die Auswirkungen von Entnahmen (z.B. für Trinkwasser oder Industrie) auf den Wasserhaushalt zu bewerten. Im Gegensatz zu punktuellen Messungen liefert das Modell eine flächendeckende Entscheidungsgrundlage für eine nachhaltige Bewirtschaftung.
Wir skalieren Modelle exakt nach Ihrem Bedarf:
- Lokale Modelle: Detailanalysen für einzelne Brunnenfelder oder Schadstofffahnen.
- Regionale Modelle: Abbildung kompletter Einzugsgebiete zur Steuerung von Wasserverbänden.
- Überregionale Modelle: Grenzüberschreitende Betrachtung von Aquifersystemen zur strategischen
Landesplanung.
Neben der reinen Strömung simulieren wir den Stofftransport, um die Wasserqualität langfristig abzusichern. Durch die Kopplung mit Klimaszenarien (z.B. RCP-Pfade) können wir Prognosen über die Grundwasserneubildung der nächsten 50 Jahre erstellen. Dies ist essentiell, um Trockenperioden oder veränderte Grundwasserstände frühzeitig in die Planung einzubeziehen.
Ein belastbares Modell basiert auf einer Fusion multidisziplinärer Daten:
- Meteorologische Daten: Niederschlag und Evapotranspiration für die Neubildungsrate.
- Geologische Strukturmodelle: Digitale Repräsentation des Untergrundaufbaus.
- Hydrologische Zeitreihen: Langjährige Pegelstände und Abflussdaten.
- Nutzungsdaten: Reale Entnahmemengen aus Landwirtschaft, Industrie und Trinkwasserversorgung.
Für langfristige Entnahmen oder Einleitungen fordern Behörden heute fast immer einen Nachweis über die Unbedenklichkeit nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Unsere Modelle liefern die quantitativen Belege für den wasserrechtlichen Antrag. Wir berechnen Absenktrichter, bewerten die Auswirkungen auf schutzbedürftige Biotope (FFH-Gebiete) und erstellen die notwendigen Fachgutachten für eine rechtssichere Genehmigung.
Eine exakte Bemessung verhindert sowohl eine Unterdimensionierung (Baustopp durch Wassereinbruch) als auch eine Überdimensionierung (unnötig hohe Miet- und Einleitkosten, Trockenlaufen der Pumpenanlage). Durch präzise hydraulische Berechnungen schaffen wir Planungssicherheit, minimieren die Betriebskosten der Pumpenanlage und stellen sicher, dass der Terminplan im Tiefbau eingehalten wird.
Die Wahl des Entwässerungsverfahrens richtet sich flexibel nach der Bodenbeschaffenheit und der benötigten Absenktiefe. Wir ziehen verschiedenste Verfahren zur Trockenlegung Ihrer Baugrube in Betracht – von Vakuum-Lanzen und Schwerkraftbrunnen bis hin zu effizienten Drainagesystemen. Wir analysieren Daten Ihres Baugrunds, um das technisch sinnvollste und wirtschaftlichste System für Ihren Projekterfolg festzulegen.
Statt uns auf unsichere Faustformeln zu verlassen, nutzen wir numerische Simulationsmodelle. Diese bilden die tatsächliche Geologie und Randbedingungen (Seen und/oder Flüsse) ab. So bestimmen wir den exakten Absenktrichter, was die Grundlage für eine rechtssichere Beweissicherung und den Schutz angrenzender Infrastruktur ist.
Behörden verlangen heute detaillierte Nachweise über die Entnahmemengen, die Dauer der Absenkung und die Auswirkungen auf die Umgebung. Wir erstellen die erforderlichen Fachgutachten, berechnen die zu erwartenden Fördermengen und unterstützen Sie dabei, die wasserrechtliche Erlaubnis sowie die Einleitungsgenehmigung zeitnah und ohne Nachforderungen zu erhalten.
Die Erstellung einer fundierten Dimensionierung dauert in der Regel 5 bis 15 Werktage, abhängig von der Datenlage (z.B. Vorliegen eines Baugrundgutachtens) und Projektkomplexität. Eine frühzeitige Einbindung in der Planungsphase sichert Ihnen nicht nur die technische Machbarkeit, sondern verhindert auch Verzögerungen im behördlichen Genehmigungsprozess.